Die SPD Hohen Neuendorf verurteilt den Übergriff auf den Stadtverordneten und früheren Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung beim Stadtfest am letzten Samstag. "Wir sind froh, dass Herr Hartung unverletzt geblieben ist", erklärten die Co-Vorsitzenden Ariane Fäscher und Lutz Renner, "und danken ihm für die Zivilcourage, dass er vermittelnd in die Auseinandersetzung eingreifen wollte."
Wir erwarten von der Stadtverwaltung als Veranstalter, dass gewalttätige und sich nicht im Griff habende Personen von künftigen Veranstaltungen ausgeschlossen werden. Hohen Neuendorf ist eine friedliche Stadt und soll es auch bleiben.
Das ist ein weiterer Vorfall, dass Tätlichkeiten gegen politisch Andersdenkende ausgeübt werden. Es zeigt eine Verrohung und Gewaltbereitschaft aus dem Umfeld der AfD, die dem gesellschaftlichen Klima und der Diskursbereitschaft, also der politischen Kultur und der Demokratie selbst massiven Schaden zufügen. Die Politikmeile des Stadtfestes hat daselbst zum Ziel, Politik als selbstverständliches und elementares Element der Gesellschaft und des Zusammenlebens greifbar zu machen. Dieser Übergriff schafft weitere Distanz. Wo Menschen friedlich zusammen sein wollen, hat Gewalt keinen Platz - und Gewalt ist kein Mittel der Auseinandersetzung, egal gegen wen sie gerichtet wird, nicht nur "ausgerechnet der Ex-Bürgermeister" getroffen wird. Wir wünschen uns, dass die Stärke des Rechts das Recht des Stärkeren begrenzt.
Wer Gewaltbereitschaft in eigenen Reihen mindestens duldet, verlässt den demokratischen Konsens und entlarvt sich selbst.