SPD Hohen Neuendorf

Für alle. Für morgen. Jetzt.

"Ein Fest für die Demokratie"

Veröffentlicht am 22.09.2008 in Wahlen

Kuschel, Kohllöffel, Grimm beim KarneWAHL; Foto Reik Högner

Die beiden Oberhaveler Jusos und Jungkandidaten der SPD, Benjamin Grimm und Reik Högner, waren - wie schon auf dem Brandenburger Musikfestival in Mühlenbeck - dabei. Sie begleiteten den bunten Demonstrationszug für demokratische Wahlen durch die Oranienburger Innenstadt begleitet. Unten der Bericht des Oranienburger Generalanzeigers zum gesamten Veranstaltungstag.

Oranienburger Generalanzeiger, 22.09.2008
ORANIENBURG Ihr buntes Antlitz zeigten am Sonnabend Initiativen gegen Rechts, Kirchen-, Jugend- und Schülergruppen, Karate-Kämpfer, Pfadfinder und Musiker sowie Kommunalpolitiker in Oranienburg beim "Karnewahl". Von Heike Weißapfel

"Keine Stimme den Nazis", "Nazis rauslachen" und "Lieber viele bunte Äpfel als ein brauner A..." war auf Transparenten, Flyern, Buttons oder T-Shirts zu lesen. Es wurde für Toleranz getrommelt und für soziales Miteinander gesungen. In prächtigen historischen Kostümen verwiesen die Edener Heimatbühne und die Spätaussiedler mit ihrer Allegorie auf die Gründung der Stadt Oranienburg durch Louise Henriette - eine Ausländerin.

Beim Zug durch Oranienburg reihte sich Wagen an Wagen, andere veranstalteten kleine Wahlspiele mit den Schaulustigen am Wegesrand oder verteilten Rosen und Gummibärchen. Aus ganz Oberhavel waren Initiativen vom Forum gegen Rassimus über die Nordbahngmeinden mit Courage bis zum Deutschen Roten Kreuz und dem Eine-Welt-Laden gekommen. Eine Woche vor den Kommunalwahlen wollten sie Zeichen setzen gegen Rechts und für Vielfalt und Demokratie.

"Es sollte mehr sein als eine Demo, eine Kundgebung und dann Schluss", erklärt die Zwölftklässlerin Iris Burdinski. "Darauf haben die Leute nämlich schon keine Lust mehr", ist ihr Eindruck. "Unser Karnewahl ist viel bürgernäher und bunter."

Die Idee ist schon ein paar Monate alt - und das ist in einem Schülerleben viel. Denn die Runge-Gymnasiastin Bea Hackbarth, die den Vorschlag gemacht hatte, war bei der Umsetzung schon gar nicht mehr dabei, weil sie inzwischen ihr Abitur hinter sich hat.

"Für eine ,Schule ohne Rassismus‘ ist es doch eine Ehrensache, dass sie den Titel nicht nur trägt, sondern auch lebt", war ihr Grundgedanke. "Das Engagement war ein bisschen eingeschlafen, und so mussten wir uns fragen, ob wir den Titel noch verdienen." In einer Projektwoche habe sich dann gezeigt, dass "durchaus noch Potenzial vorhanden ist", sagt Iris Burdinski. So einfach war es dann aber nicht, alle Gruppen zu überzeugen. Mit einem solchen Erfolg habe sie allerdings nicht gerechnet.

Mehr als 400 Gäste und Mitwirkende tummelten sich bis zum Abend auf dem Schlossvorplatz. Die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung "Tolerantes Oranienburg" zwischen der Stadt und der Landesregierung reihte sich nahtlos ins Geschehen ein. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) erinnerte daran, dass Oranienburg in punkto Toleranz und friedlichem Miteinander Anfang der 90er Jahre auch schon schlechte Zeiten erlebt hat, beispielsweise einen Angriff auf Engländer oder den Brandanschlag auf die jüdische Baracke in der Gedenkstätte Sachsenhausen. "Unserer Stadt ging es immer dann am Besten, wenn wir offen und tolerant waren", so Laesicke. Er sagte weiter: "Wir dulden es nicht, dass irgendwelche rechten Idioten das Klima hier bestimmen. Deshalb ist die Unterzeichnung des Vertrages ein folgerichtiger Schritt." Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp appellierte an die Gäste: "Wenn viele wählen gehen, dann erteilen wir denen eine Lektion. Wählen Sie eine demokratische Partei! "

Mit "Tolerantes Oranienburg" sollen künftig beispielweise zivilgesellschaftliches und lokales Engagement gestärkt und interkulturelle Begegnung (auch finanziell) gefördert werden.

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