SPD Hohen Neuendorf

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Vorfahrt für Kinder und Jugendliche. Wahl - SPD stellte ihr Programm vor

Veröffentlicht am 26.07.2008 in Wahlen

Inka Gossmann-Reetz und Lutz Tornow bei der Vorstellung des Wahlprogrammes; Foto: Reik Högner

MAZ/Neue Oranienburger Zeitung, 26./27.07.2008
HOHEN NEUENDORF. Die Hohen Neuendorfer SPD möchte nach der Wahl am 28. September „deutlich stärker" in der Stadtverordnetenversammlung vertreten. Derzeit zählt sie sieben Sitze. Nach der Vorstellung ihrer 19 Kandidaten bereits Anfang Mai mit der Doppelspitze Inka Gossmann-Reetz und Lutz Tornow machten die Sozialdemokraten gestern ihr 15-seitiges Wahlprogramm öffentlich.

Die SPD will weiterhin vor allem als „Sozial- und Schulpartei" wahrgenommen werden und gibt deshalb der sozialen Infrastruktur den Vorrang gegenüber dem Straßenbau. Priorität im Wahlprogramm hat der Themenschwerpunkt „Kinder und Jugend". SPD-Ziele sind dabei unter anderem bedarfsgerechte Betreuungszeiten von Kindern (bis 20 Uhr), ein besserer Betreuungsschlüssel, stabile Kita-Beiträge, Abschaffung der Doppelnutzung von Schulräumen und ausreichend Angebote für „Lückekinder". Im Wahlprogramm befürwortet die SPD den Neubau einer weiteren Kita am Wasserturm. In Sachen Schulpolitik sind der SPD vor allem die weitere Profilierung der Oberschule Borgsdorf und eine kostenlose und gesunde Schulspeisung für alle öffentlichen Grundschulen wichtig.

Im Wahlprogramm finden sich auch Vorstellungen für Wirtschaft und Arbeit, Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Sport, Freizeit, Kultur und Gesundheit, Senioren, Ordnung, Sicherheit und Ehrenamt sowie Finanzen. Darin sind zahlreiche neue Ideen zu finden. Zum Beispiel die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Kaserne in Lehnitz (das Gebiet gehört zu großen Teilen Hohen Neuendorf) zu einem modernen Forschungs- und Entwicklungsstandort - gemeinsam mit der Stadt Oranienburg. Forcieren möchte die SPD auch die Zusammenarbeit mit den anderen S-Bahn-Gemeinden mit Blick auf eine gemeinsame Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Stadtmarketing und Tourismus.

Zudem findet sich im SPD-Programm der Vorschlag, am alten Bollwerk oder auf dem Gelände der ehemaligen Diabetes-Klinik in der Niederheide ein Natur- und Freibad zu errichten - baden im Havelwasser! Auch um den Wasserturm herum sollte nach Meinung der SPD künftig mehr passieren. Mit der Entwicklung zum Stadtpark könnten hier Minigolf, Rollschuhbahn, Pflanzenlabyrinth und gastliche Stätten angeboten werden. Wichtig ist der SPD auch die Errichtung eines eigenen Pflegestützpunktes für die Stadt.

Nach dem Dämpfer, den die SPD bei der Bürgermeisterwahl 2007 bekommen hatte - ihr Kandidat holte nur 11,6 Prozent der Stimmen - geht die Partei nach eigenen Angaben zuversichtlich in den Wahlkampf.

Helga Gerth

+++Hier finden Sie das Wahlprogramm der SPD Hohen Neuendorf und demnächst mehr von unseren Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung+++

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