April - April: Leider keine Alternative zur S-Bahn

Veröffentlicht am 02.04.2011 in Verkehr

Der gestern veröffentlichte Artikel war natürlich nur ein Aprilscherz. Wir planen weder einen Draisinenpendelverkehr noch existiert die "Neue Markgräfler Zeitung". Es ist alles frei erfunden. Wir hoffen, Sie hatten Spaß bei der Lektüre.

Wir danken der Fa. Stahl- und Metallbau Zwingmann
(http://www.draisinen-hersteller.de) für das ursprüngliche Foto und Herrn
Juhas von Pixxelart.de, der das Foto bearbeitet hat.

Unseren Artikel zum 1. April 2011 finden Sie hier

Alternative zur S-Bahn

Die Hohen Neuendorfer SPD-Vorsitzende Inka Gossmann-Reetz stellte in der in unserer Partnerstadt Müllheim/Baden erscheinenden Neuen Markgräfler Zeitung die Alternatividee zur S- Bahn vor.

Neue Markgräfler Zeitung:
Frau Gossmann-Reetz, Lokführerstreik und S- Bahn- Chaos, man hört ja schreckliche Dinge aus der Umgebung Berlins, gibt es eine Alternative zu einer funktionierenden S- Bahn?

Gossmann-Reetz:
Natürlich gibt es für Hohen Neuendorf keine Alternative zur S- Bahn. Mit unseren drei S- Bahnhöfen ist und bleibt sie die wichtigste Verkehrsanbindung nach Oranienburg und Berlin. Wir schlagen nur eine Alternative für den Fall vor, dass die S- Bahn auch künftig unzuverlässig ist. Sei es durch schlechte Wartung oder auch durch einen Streik. Wichtig ist dabei, flexible Alternativen zu finden, die genau die ausgefallenen Verbindungen ersetzen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Neue Markgräfler Zeitung:
Und was schlägt die SPD Hohen Neuendorf nun vor?

Gossmann-Reetz:
Um gegen neue Streikaktionen und die S- Bahneinschränkungen im kommenden Winter gewappnet zu sein, schlägt die SPD Hohen Neuendorf vor, dass ein Draisinenpendelverkehr eingerichtet wird. In der einen Richtung soll damit Hohen Neuendorf mit dem U- Bahnhof Wittenau, in der anderen Richtung Borgsdorf mit Oranienburg verbunden werden. Am Bahnhof Wittenau können die Fahrgäste dann in das funktionierende U- Bahn- Netz, in Oranienburg in die Regionalbahn umsteigen, wenn sie denn fährt. Anderenfalls würde der Draisinenbetrieb zwischen Borgsdorf und Wittenau aufgenommen.

Neue Markgräfler Zeitung:
Das klingt auf den ersten Blick nicht schlecht, aber wie steht denn die S- Bahn dazu?

Gossmann-Reetz:
Wir haben bereits Vorgespräche mit der S- Bahn geführt und sind auf viel Verständnis für unsere Initiative gestoßen. Immerhin müssen die S- Bahn- Gleise stromlos geschaltet werden, um sie gefahrlos mit der Draisine benutzen zu können. Die S- Bahn hat sogar angeboten, ihre Depots auf ungenutzte Handhebeldraisinen zu durchsuchen, um sie unserer Initiative zur Verfügung zu stellen. Wichtig wäre, wenn wir hierbei auch auf die Unterstützung unseres Bürgermeisters zählen könnten. Damit würde er sich die Bedürfnisse der Bürger unserer Stadt zu eigen machen, statt Ideen nach zu rennen, die unsere Stadt nicht finanzieren kann.

Neue Markgräfler Zeitung:
Wie sieht denn die Finanzierung Ihres Projektes aus?

Gossmann-Reetz:
Natürlich muss man über eine sinnvolle Finanzierung nachdenken. Vorrangig sehen wir hier die S- Bahn in der Pflicht. Das könnte eine Art Entschädigung für die entgangene Beförderungsleistung durch die S- Bahn sein. Darüber hinaus könnten die Draisinen an die Interessenten vermietet werden. Als Mietstation würde sich das alte Hohen Neuendorfer Bahnhofsgebäude anbieten, um dessen Erwerb sich die Stadt gegenwärtig bemüht. Ob sich der Draisinenbetrieb damit von allein trägt oder ob dazu ein städtischer Zuschuss erforderlich ist, müsste mit spitzem Bleistift durch die Stadt berechnet werden.

Neue Markgräfler Zeitung:
Wie soll das ganze organisatorisch funktionieren?

Gossmann-Reetz:
Das System „Draisine“ beruht auf dem Solidaritätsprinzip, mit dem sich umschichtig alle Fahrgäste an der Bewegung der Draisine durch Muskelkraft beteiligen. Wer möchte, kann die Arbeit auf der Draisine gleich mit in sein Fitnessprogramm einbauen und die ganze Strecke aktiv fahren. Dann freuen sich seine Mitfahrer, weil sie nicht selbst ackern müssen. Und man spart sogar die Zeit, für das morgendliche oder abendliche Ausdauertraining.

Neue Markgräfler Zeitung:
Aber lässt sich dass denn vereinbaren, auf dem Weg zur Arbeit einer solch schweißtreibenden Aktivität nachzugehen? Sitzt man dann nicht verschwitzt am Schreibtisch?

Gossmann-Reetz:
So problematisch sehe ich das nicht. Es gibt viele Leute, die nutzen häufig das Fahrrad, um zur Arbeit zu kommen – auch bis nach Berlin. Die haben oft an ihren Arbeitsstellen Duschmöglichkeiten. Zur Ergänzung könnten auf dem Bahnhof Wittenau dann transportable Duschen aufgestellt werden.

Neue Markgräfler Zeitung:
Sehen Sie denn Zukunftschancen für das Projekt „Draisine statt S- Bahn“?

Gossmann-Reetz:
Unser Draisinenprojekt kann man als eine Art Pilotphase betrachten, die auch für andere Kommunen, denen eine akzeptable Verkehrsanbindung verwehrt wird, beispielgebend sein kann. So könnte man auf der Strecke Hennigsdorf – Velten ebenso Draisinen einsetzen, um eine bessere Anbindung von Velten an das S- Bahnnetz zu erreichen. Allerdings muss natürlich der Ausbau der S- Bahn bis Velten Priorität haben. Die Draisine kann nur eine Alternative sein, wenn die S- Bahn aus irgendeinem Grund nicht fährt.

Neue Markgräfler Zeitung:
Vielen Dank für das Gespräch.

 
 

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