Potsdam
Der Sport entwickelt sich in Brandenburg sehr gut. "Das gilt für den Breitensport gleichermaßen wie für den Spitzensport“, so Christoph Schulze, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, nach der heutigen Anhörung im Sportausschuss des Landtages zur aktuellen Situation des Sports in Brandenburg. Schulze: "Sport ist ein Markenzeichen für unser Land. Die vielen märkischen Medaillengewinner beispielsweise bei olympischen Spielen sind ein großartiges Vorbild“.
Der Sport erhält grundsätzlich 36 Prozent bzw. mindestens 16 Mio. Euro aus den staatlichen Lottoeinnahmen. Steigen diese Einnahmen erhöhen sich die Zuschüsse auf mehr als 16 Mio. Euro. Bei der Anhörung äußerten sich die Vertreter von Landessportbund, den Olympiastützpunkten sowie der Sportschulen sehr positiv über die brandenburgische Sportpolitik und die finanzielle Unterstützung.
Erfreulich wertet Schulze die Mitgliederentwicklung bei Brandenburgs Sportvereinen: "Trotz der schwächeren Geburtenjahrgänge hat der Landessportbund die 300.000-Mitglieder-Grenze überschritten. Der Zuwachs war im vergangenen Jahr besonders stark. Die Sportvereine sind damit von großer Attraktivität vor allem für junge Menschen. In vielen Orten sind sie von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Sie brauchen unsere Unterstützung.“ Hohe Anerkennung zollt Schulze den ehrenamtlichen Betreuern "als Rückgrat des Vereinssports in Brandenburg.“
Zugleich forderte er von den Vereinen, "jeder Form von Gewalt oder Rassismus die rote Karte zu zeigen“. Schulze: "Bereits bei den geringsten Anzeichen dafür muss klar dagegen gehalten werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass aus falsch verstandener Rücksicht Tatenlosigkeit herrscht.“
Er bat die Sportvereine, Migranten aktiv zur Teilnahme am Vereinssport zu ermuntern. Aber auch die Neu-Brandenburger –"egal ob aus anderen Bundesländern oder von anderen Kontinenten“ - müssten sich bewegen und auf die Vereine zugehen. Sport helfe, "einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu finden.“