SPD Hohen Neuendorf

Für alle. Für morgen. Jetzt.

BRANDENBURGER / Zeitung der märkischen SPD (Ausgabe Mai/Juni 2009)

Auf den Seiten 4-5 stellen sich die Oberhaveler SPD-Kandidaten vor.

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SCHNELL ANMELDEN: Führung im Deutschen Bundestag

Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Kulturpolitikerin Angelika Krüger-Leißner lädt am Sonnabend, dem 06. Juni 2009 um 13.45 Uhr interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer besonderen Führung in den Deutschen Bundestag ein.

Im Mittelpunkt der angebotenen Führung stehen das Paul-Löbe-Haus, seine Architektur und die darin befindlichen Kunstwerke. Ein fachkundiger Führer zeigt das Haus und abschließend besteht die Möglichkeit eines Besuches der Reichstagskuppel.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sollten sich (aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl und der großen Nachfrage) bis spätestens Freitag, 29. Mai anmelden - unter Tel.: 03302 / 224 169 oder angelika.krueger-leissner@wk.bundestag.de.

Aufruf zur Europawahl am 7. Juni 2009

Detlef Krebs, stellv. Betriebsratsvorsitzender Hennigsdorfer Elektrostahlwerk GmbH (Foto: SPD Hennigsdorf)

Am 7. Juni wird in Deutschland das Europäische Parlament gewählt. Mit dieser Wahl haben wir die Möglichkeit, direkt auf die Gestaltung der europäischen Politik Einfluss zu nehmen. Wir haben die Chance, die Konservativen und Liberalen abzuwählen.

Als stellv. Betriebsratsvorsitzender im Hennigsdorfer Elektrostahlwerk, Vertrauensmann der IG-Metall und Sozialdemokrat arbeite ich in einem europaweit agierenden Unternehmen. Für mich ist klar, dass man mit rein national ausgerichteten Interessen seinen Standort nicht sichern kann. Wir sind auf eine europäische Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen und Kollegen in allen Standorten angewiesen.

Was heißt das? Durch eine Europäische Richtlinie ist es uns Betriebsräten erst möglich geworden, eine Art soziales Gleichgewicht in den Unternehmen durch die Mitbestimmung auf den Weg zu bringen.

Wir stehen erst am Anfang, denn die Arbeitgeber sind nach wie vor 10 Schritte voraus. Wir haben z. B. den Europäischen Sozialfonds, mit den Mitteln aus diesem Fonds können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer qualifiziert werden, um auf dem Arbeitsmarkt überhaupt noch eine Chance zu haben.

Die Europäische Union ist unsere gesetzgebende Kraft der Zukunft, doch schon jetzt werden 75 % aller Gesetze in der Europäischen Union auf den Weg gebracht, die dann in nationales Recht umgesetzt werden müssen.

Noch ein anderes Beispiel: Nur durch eine starke europäische Klima- und Umweltpolitik ist es überhaupt möglich geworden, Druck auf andere nicht europäische Staaten auszuüben, um ein Umdenken in deren ökologischen und umweltpolitischen Philosophie zu erreichen.

Also wer denkt, die Europäische Union ist nur ein theoretisches Konstrukt, der irrt gewaltig. Lassen Sie uns teilhaben an der Gestaltung unserer Europäischen Union, und gehen Sie am 7. Juni sozialdemokratisch wählen.

Detlef Krebs (SPD)
stellv. Betriebsratsvorsitzender
Hennigsdorfer Elektrostahlwerk GmbH

Richtungswahl für Europa

Martin Schulz, Spitzenkandidat der SPD zur Europawahl 2009

Das niedersächsische Peine im Europawahlkampf - mit Martin Schulz, Hubertus Heil und Sigmar Gabriel. Die Botschaft: Europa ist zu wichtig, um es der schlechten konservativ geprägten EU-Kommission zu überlassen. Das Europäische Parlament braucht eine linke Mehrheit.

Der SPD-Spitzenkandidat für die Europawahl, der SPD-Generalsekretär und der Bundesumweltminister kamen am Freitag in die Peiner Fußgängerzone, um den dortigen Kandidaten Matthias Wehrmeyer zu unterstützen und für die Europawahl zu werben - und viele Peiner Bürgerinnen und Bürger nahmen das Informationsangebot an.

Noch sei nicht allen klar, wie viel die Europawahl nicht nur Niedersachsen - die deutschen EU-Parlamentarier haben das Stahlwerk Peine gerettet und kämpfen weiter für den Erhalt des VW-Gesetzes –, sondern für ganz Deutschland bedeute, sagte Heil. Um gut aus der Wirtschaftskrise herauszukommen und die Konservativen und Marktradikalen daran zu hindern, Europa weiter so schlecht zu führen, sei eine starke Sozialdemokratie wichtig - gegen die Ideologie des ungehemmten Marktes, die jahrelang auch die europäische Politik dominierte. Denn weil 19 von 27 EU-Ländern rechtsgerichtete Regierungen haben, ist auch die EU-Kommission konservativ dominiert.

Am 7. Juni gibt es aber die Chance, mit einer linken Mehrheit im Europäischen Parlament ein starkes Gegengewicht zu schaffen. "Soziale Gerechtigkeit hat Vorrang vor der freien Wirtschaft. Dafür kämpfen wir - in Europa und in Deutschland." Viele Menschen seien skeptisch gegenüber Europa, sagte Martin Schulz, und gar nicht mal zu unrecht: "Europa ist in den falschen Händen", werde in die falsche Richtung geführt. Denn "Super-Reichtum für wenige ist nicht das, was wir wollen - wir wollen Wohlfahrt für die breiten Bevölkerungsschichten".

Sowohl Schulz als auch Heil und Gabriel betonten immer wieder: Die Weltwirtschaftskrise kann nur gemeinsam in Europa bewältigt werden. Damit die Weichen dafür hier richtig gestellt werden, müssten möglichst viele wählen gehen. Richtlinien für Mindestlöhne beispielsweise können nur mit einer starken Sozialdemokratie im Europäischen Parlament durchgesetzt werden.

Klar wurde: Es gibt viele Gründe, diese Richtungswahl nicht rechts liegen zu lassen: Nur wer am 7. Juni SPD wählt, kann verhindern, dass Europa dem freien Spiel der Konservativen und neoliberalen Zocker überlassen wird. "Man muss nicht nur meckern - man muss wählen gehen!", rief Schulz. Am 7. Juni für ein soziales und demokratisches Europa. Und am 27. September für den neuen Bundeskanzler Frank-Walter Steinmeier in Deutschland.

Broschüre: "99 Sozialdemokratische Erfolge im Europäischen Parlament"

Alles über den SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Martin Schulz, das SPD-Europamanifest, die Kandidatinnen und Kandidaten, Termine und vieles mehr lesen Sie hier.

Wie die DDR ihre Rückkehrer zermürbte

Der spätere Brandenburger Innenminister Alwin Ziel war einer von ihnen

Märkische Allgemeine vom 20. Mai 2009
Am Morgen hatte noch sein Bruder angerufen, aus Kanada. Er hatte gewarnt: „Mach das nicht. Die haben dich angelogen. Die werden dich behandeln, wie du dir das nicht vorstellen kannst.“ Alwin Ziel aber stieg an diesem Tag des Jahres 1988 in Hamburg trotzdem in sein Auto, fuhr auf die Autobahn Richtung Berlin. Richtung DDR, zurück in das Land, das er erst vor ein paar Monaten verlassen hatte. „Durch diese Grenzanlagen fährst du nicht noch mal“, hatte er sich geschworen, als er zum Geburtstag der Nichte ausgereist war und sich entschied, im Westen zu bleiben. Die Familie hatte bereits einen Ausreiseantrag gestellt und sollte bald nachkommen.

Doch die Stasi nahm die Familie als Geisel. Dauernde Verhöre zermürbten Ziels Ehefrau. „Für die Kinder werden wir schon sorgen“, bekommt sie zu hören, „die kommen in einem guten Heim unter.“ Zehn und zwölf Jahre alt sind die beiden Jungs. Die Mutter kollabiert unter dem Druck, landet im Krankenhaus. Alwin Ziel will zurück, will seiner Familie beistehen. Im Westen hatte es gut ausgesehen für den Juristen. „Aber ich wollte keine Existenz auf den Trümmern meiner Familie aufbauen“, sagt Ziel beim Gespräch in seinem Abgeordnetenbüro im Potsdamer Landtag. Seit 1990 ist er Abgeordneter für die SPD, neun Jahre war er Innenminister, drei Jahre Sozialminister. 2002 trat der heute 68-Jährige zurück.

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