Unser Interview - Wolfgang Ilte

Veröffentlicht am 04.10.2016 in Ortsverein

Wolfgang Ilte - Gründungsmitglied im Ortsverein
Hohen Neuendorf

SPD-HN: Wolfgang, Du hast unseren Ortsverein mitgegründet und bist schon sehr lange aktiv. Wie bist Du zur SPD gekommen?

Wolfgang Ilte: Wie viele, die zum Ende der DDR im September ‘89 daran mitwirken wollten, das System zu verändern, fuhr ich nach Berlin-Prenzlauer Berg, in die Wohnung von Bärbel Bohley und unterschrieb eine Beitrittserklärung zum „Neuen Forum“. Im damaligen Kreis Oranienburg fungierte als Ansprechpartner Brunolf Metzler aus Friedrichsthal. Bald bemerkte ich, dass sich im „Neuen Forum“ alle möglichen Kräfte versammelten, die wussten, was sie nicht wollten. Aber bei der Formulierung was man will, gab es erhebliche Differenzen.

Die Mitgliedschaft in einer der Blockparteien war für mich nicht vorstellbar, das hätte ich ja auch schon früher haben können. Daneben hatte ich das starke Gefühl, dass die meisten „Blockflöten“ (nicht alle) ziemliche „Wendehälse“ waren. Für mich kam nur eine neue Partei in Frage.

Als sich am 7. Oktober ’89 die SDP in Schwante gründete, diskutierten wir im Freundeskreis intensiv die möglichen Folgen und Alternativen. Im Ergebnis fuhren Heiko Friese, Kurt Vetter und ich am 23. Oktober ’89 zu Jochen Kähler, ins Pfarrhaus nach Schwante und traten der SDP bei. Hier wussten wir, dass die Sozialdemokraten zwar auch wissen was sie nicht wollen, aber dennoch formulieren können, was sie wollen. Außerdem entsprach die Politik der Sozialdemokraten auch meinen Interessen.
 

Was hat sich seitdem verändert?

Wir haben uns alle der bundesdeutschen Normalität angepasst. Aber genau das wollten wir ja ’89 auch. Wir hatten es satt für sozialistische Experimente als Versuchskaninchen herzuhalten. Und was sich in unserer Stadt verändert hat, kann ja jeder mit eigenen Augen sehen. Dieser Infrastruktur-Standard wäre unter sozialistischen Bedingungen nie möglich gewesen. Klar kann Vieles noch besser sein, aber seit 25 Jahren haben wir auch die Chancen das zu realisieren.
 

Was war für Dich das wichtigste Ereignis in Deiner politischen Arbeit?

Von 1994 bis 1998 unsere Region als direkt gewählter Abgeordneter im Deutschen Bundestag zu vertreten. Das war für mich eine sehr wichtige Erkenntnis. Ich hatte die Möglichkeit bekommen, viel für unsere Region, unser Bundesland und auch für ganz Deutschland zu bewegen. Das hat mich sehr geprägt.
 

Was ist Deine Verbindung zu Hohen Neuendorf?

Meine Frau kommt aus Nassenheide, ich bin in Hennigsdorf groß geworden. Nach einem Studium der Elektronik habe ich 1973 als Entwicklungsingenieur bei TuR Hohen Neuendorf angefangen. Wir wohnten damals in Nassenheide und Arbeitsbeginn in Hohen Neuendorf war 6:20 Uhr. Das waren harte Zeiten. Vor allem wegen unserer beiden kleinen Söhne. Hier eine Wohnung zu erhalten war faktisch unmöglich. Aber, wir konnten ein Eigenheim bauen. Die Stadt stellte uns ein Pachtgrundstück (blaue Nutzungsurkunde) dafür zur Verfügung. 1976 begannen wir den Bau, 1980 zogen wir ein. Seit dem leben wir hier und möchten auch nie wieder weg.

 
 

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